Schimpfwörter überall

02Aug2015

Jaaja in einem Sprachaufenthalt lernt man so einiges. Vor allem dass die Franzosen ziemlich viel fluchen und ich habe so einige Sachen aufgeschnappt und von meinen Französischen Kollegen gelernt, dass ich mittlerweile eine ziemlich grosse Sammlung beisammen habe:

(Bin mir mit der Rechtschreibung meistens sehr unsicher .. ist aber egal, weil man es ja sowieso nur beim Sprechen benutzt)

Zut, merde Mist
con, trou du cul Arschloch ("con" heisst aber auch Fotze, usw.)
branleur, branleuse Wichser, Wichserin
fils de pute Hurensohn
être con comme la lune Dumm wie Stroh sein
Nique ta mère Fick deine Mutter
Allumeuse  Eine geile Frau, "geiles Luder"
je t'en merde, baise toi Fick dich!
lèche mon cul Leck meinen Arsch!
Vas te faire foutre Verpiss dich!

 

Was ich auch noch witzig fand:

"et voilà la merde!" = Da haben wir die Scheisse

Sehr gut ist auch: "ton père t'as fini à la pisse" - Missgeburt (dein Vater hat dich zu Ende gepinkelt)

Und was ich ganz explizit von meinen französischen Kollegen gelernt habe, um mich zu verteidigen: "X (also der Name von einem von meinen Freunden) va vous arracher les couilles si jamais un de vous osait me toucher!" = X schneidet dir die Eier ab, wenn einer von Euch mich anfasst ... oder so ähnlich ;D

Viel Spass beim Benutzen ;)

Frankreich - wie ich's erlebt habe

02Aug2015

Ich werde euch nun verschiedenste Erkenntnisse auflisten, die mir in diesen 4 Wochen Sprachaufenthalt in Nizza besonders aufgefallen sind:

 

Verkehr:

  • Alle Ampeln sind mehr so eine "Empfehlung" und kein Muss. Sogar die Polizei fährt gemütlich immer und immer wieder über eine rote Ampel. Bei den Autofahrern gelten die Ampeln aber schon mehr, als bei den Fussgängern; ganz schön komisch wurde ich angestarrt, als ich an meinem ersten Tag schön brav ca. 20 Minuten gewartet habe, bis die Fussgängerampel endlich grün wurde. Als Regel gilt: Egal wann, egal wo - solange kein Auto kommt, kannst du die Strasse überqueren. Kleinen Kindern wird es auch nicht anders beigebracht und wenn es knapp wird, rennt man halt. Es ist schon fast ein komisches Gefühl einmal bei Grün über die Strasse zu gehen. Ich hoffe, bis ich wieder in der Schweiz bin, habe ich mir diese Angewohnheit wieder abgewöhnt. ;)
  • Die Tramverbindung ist ja eigentlich ganz gut und es fährt auch regelmässig ein Tram. Am Abend fahren sie einfach bis um 1 Uhr und dann wieder um 5 Uhr. Was ich aber interessant finde, ist ihre Gewaltbewältigung im Tram. Nicht selten (gerade am Abend) kommt es vor, dass ein Störefried im Tram Passagiere belästigt. Ich weiss nicht genau wie es funktioniert, aber ich denke, dass irgend eine Person dass dann auf einer Kamera sieht und einen "Alarm" auslöst. Denn oftmals hat dann das Tram gestoppt und alle Türen verschlossen und nur wenige Minuten später stand eine Polizeitruppe vor dem Ausgang und verhaftete die Person. Und schon war das Problem bewältigt. Da könnte sich die Schweiz wirklich eine Scheibe davon abschneiden.
  • Tickets für das Tram kann man sich an den Ticketschaltern an den Bushaltestellen kaufen. Der Schalter akzeptiert aber keine Noten und somit ist man dann gezwungen irgendwie 15€ in Münzen zu bezahlen oder man zahlt mit der Karte. Fast jedes Ticket muss beim Eintreten ins Tram entwertet werden, indem man es an einem Kasten abstempelt. Auch Tages- oder Wochentickets muss man bei jedem Eintreten wieder erneut abstempeln. Ein entwertetes Ticket ist dann für 75 Minuten (bin mir nicht ganz sicher) gültig. Dies ist der Grund, weshalb viele nach dem Aussteigen ihr Ticket nicht mehr gebrauchen und ganz unauffällig jemandem anderen, der gerade am Einsteigen ist, in die Hand drücken, damit dieser dann damit herumfahren kann. :) Ganz schön clever und freundlich.

Leute:

  • Wie schon ein paarmal hier im Blog erwähnt sind die Franzosen wirklich sehr freundlich und zuvorkommend. Überall wirst du angequatscht und alle haben immer eine Riesenfreude wenn du mit deinem schlechten Französisch mit ihnen kommunizierst. Vor allem am Strand schliesst man ständig neue Freundschaften. Du fragst sie, ob sie ein Bieröffner haben und sie laden dich gerade auf ein Bier ein. Sie feiern eine Geburtstagsparty und einfach jeder am Strand ist eingeladen. Du fragst wo man gut Party machen kann, sie begleiten dich zu 3 verschiedenen Clubs und fragen dich dann welcher du am besten fandest und sorgen dann dafür, dass du keinen Eintritt zahlen musst, weil sie den Besitzer kennen. Aus allen möglichen Gründen sprechen sie dich an und stellen dich dann meistens gerade dem ganzen Freundeskreis vor. So ist es gekommen, dass ich viele Einheimische Freunde dazugewonnen habe. Jetzt in der letzten Woche, habe ich wirklich sehr viel mit einigen von ihnen unternommen und es war immer sehr sehr amüsant! :)
  • Wie oben gerade erwähnt, lassen die Franzosen wirklich keine Gelegenheit aussen um mit jemanden zu sprechen. Du wirst im Tram, auf der Strasse, beim Einkaufen und einfach überall angesprochen. Im Einkaufsladen ist es üblich, dass man noch einen kurzen Smalltalk mit der Kassiererin spricht. Sie kennen alle beim Vornamen und wissen immer was bei ihnen gerade so abgeht. Ich werde nun jedesmal mit: "Ah hallo Alina! Wie läuft es in der Schule? Machst du Fortschritte? Wie geht es deiner Gastmutter?" angesprochen und so erzählt man dann von seinem Alltag und wie es gerade so läuft. Manchmal steigen andere in der Warteschlange ins Gespräch ein und nicht selten wird man dann auch von ihnen im Supermarkt oder auf der Strasse gesehen und angesprochen. Mir gefällt das sehr gut, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es nach einiger Zeit auch nervt. So wird dann auch häufig gelästert, wenn z.B. der Herr Dupont wieder über sein ach so schwieriges Leben stönt oder die Nachbarin 3 Flaschen Whisky kauft. Zudem kann man sich ja etwa vorstellen, wie lange so ein Einkauf dauert, wenn man während dem Einkaufen schon angequatscht wird und dann auch noch an der Kasse seine Neuheiten erzählen kann.. Aber es gehört einfach dazu :)
  • Wunderbar finde ich auch, dass man hier das Leben einfach richtig spürt! Ganze Familien und ihre Freunde kommen z.b. einfach am Abend an den Strand und essen zusammen, während die Kinder im Wasser baden und die Babys schon schlafen. Manchmal wird auch zusammen musiziert, gesungen und getanzt. Die Kinder plantschen bis tief in die Nacht im Meer und auch wenn man nach dem Ausgang nach Hause läuft (also so um 2 oder 3 Uhr morgens) hat es einfach immer noch Familien unterwegs. Und so kommt es, dass ich mich hier wirklich noch nie unsicher gefühlt habe. Klar gibt es immer gefährliche Gestalten, gerade in der Nacht, aber hier kannst du ihnen einfach aus dem Weg gehen und musst dich nicht immer fürchten. Wie willst du dich auch fürchten, wenn immernoch Kinder mit ihren Familien unterwegs sind und du wirklich so gut wie nie in einer Strasse alleine läufst, auch wenn es schon 5 oder 6 Uhr ist und auch mitten in der Woche nicht. Ich bin wirklich sehr positiv überrascht! Und ich wohne hier wirklich nicht gerade in einer guten Gegend!
  • Meine letzte Französischlehrerin hat immer mit ihren Gesten und Gesichtsausdrücken gespielt und immer übertrieben und einfach fast wie in einem Theaterstück performt. Ich dachte immer, dass sei einfach ihr Ding ... bis ich dann hierher kam! Alle - ob im Alltag oder im Fernsehprogramm - machen diese übertriebenen Gesten und Ausdrücke!

Essen und Trinken:

  • Unter der Erwartung: täglich Käse, Wein und Croissants bin ich hierher gekommen und mich hat leider etwas anderes erwartet. Zum Frühstück erhalte ich 1 Joghurt (ja, nur 1 Joghurt) und ein Grüntee und zum Abendessen gibt es meistens nur Microwellenkost oder ganz leichte Menüs wie Tortelini oder einfach Nudeln mit Rahmsauce. Wenn es dann einmal Fleisch gibt, gibt es einfach nur dieses eine Fleischstück und Brot. Keine Beilagen und kein Salat. Und ich bin leider nicht die einzige, der es so bei der Gastfamilie ergeht. Aber ansonsten isst man gerade in den Restaurants wirklich super! Und dann kann man auch einen guten Wein dazu geniessen ;) Zum Mittagessen verwöhne ich meinen Magen immer wieder mit neuen Menüs: Pizza, Kebab, Brezel, Bagel, Hamburger, Meeresfrüchte, Sandwich und dann für Zwischendurch eine Wassermelone, Frozenjoghurt, Glace, usw. :) Wenn ich am Nachmittag Schule habe, bleibt es meistens bei einer kalten Speise aber sonst gönne ich mir eigentlich immer etwas ausgefalleners, da ich weiss, dass mich am Abend nichts besonders erwarten wird ;)
  • Am Abend trinken alle Einheimischen hier Roséwein (auch die Männer), Weisswein oder so ein grünes Getränk (von welchem der Name unaussprechlich ist) und ein bisschen nach Banane schmeckt. Es wird mit Orangensaft oder Milch (ja, Milch!) gemixt und du bringst den Geschmack den ganzen Abend nicht mehr aus deinem Mund! :D Als Frau mit Bier und Rotwein wirst du ziemlich komisch beäugigt ... aber was solls ;)
  • Für alle ist das Essen und Trinken hier sehr teuer - für uns Schweizer aber eigentlich nicht. In einem Restaurant isst und trinkst du für 15-25€ mehr als genug und ein Imbiss (Kebab, Bagel, Sandwich, belegter Brezel, usw.) mit Getränk bekommst du für 5€, Pizza findet man für ca. 9€. Und im Supermarkt ist natürlich alles noch viel billiger. Für ein Gascho Bier bei einem 24h Markt (also generell teuer) zahlst du 6€ und in einem Club kostet 1 Bier 7€ (dass ist bei uns ja auch oftmals so). In den Clubs und Pubs ist es wirklich teuer, deshalb lohnt es sich wirklich, wenn man zuerst an den Strand sich eintrinken geht und danach in die Clubs und Bars weiterzieht.

Sprache:

  • Witzige und interessante Erkenntnisse bezüglich Sprache, habe ich hier schon gemacht. Ich wusste beispielsweise schon, dass die Franzosen einiges abkürzen, weil manchmal es ja wirklich unnötig ist alles immer auszusprechen. Aber dass sie z.B. das "ne" so gut wie nie aussprechen war mir nicht bewusst. Also beispielsweise bei "je ne sais pas" sagen sie eigentlich nur "je sais pas".
  • Witzig war auch, als eine Schülerin in meiner Klasse ihr letzter Schultag hatte und dann sagte die Lehrerin: sie hätte dann am Ende der Stunde noch ein "Gâteau". Und ich freute mich unheimlich die ganze Stunde auf den Kuchen. hahah am Schluss stellte sich aber heraus, dass sie ein "Cadeau", also Geschenk gemeint hat und es keinen Kuchen für mich gab :D haha
  • Weiterhin war es auch amüsant, als meine Pultnachbarin nach 7 Monaten Sprachaufenthalt plötzlich realisiert hat, dass "à tes souhaits" (="Gesundheit", wenn jemand geniest hat) nicht in einem Wort sondern in 3 geschrieben wird.
  • Ich verwechsle einfach immer "oublier" mit "perdre" und "attentre" mit "apprendre". Leider hören sich gewisse Sätze dann mit dem vertauschten Verb ziemlich komisch an :D haha
  • Als ich einmal alleine am Strand auf meine Kolleginnen wartete, quatschte mich ein betrunkener Franzose voll. Natürlich konnte er kein Englisch oder Deutsch und meine ganzen Schimpfereien, vonwegen, dass er mich in Ruhe lassen soll, verstand er dann natürlich nicht. Am nächsten Tag habe ich meine französischen Kollgen um Rat gefragt, was man in solchen Situationen alles sagen könnte. Sie lernten mir unter anderem so "Geh weg" und einige Kraftausdrücke. Sie sagten mir aber nicht, dass diese Ausdrücke teilweise wirklich schlimm sind. :D Dann ging ich am nächsten Tag in die Schule und ein Mitschüler sprach mir immer ins Wort und dann sagte ich "ta gueule!" (weil ich dachte, dass würde so in etwa: "sei still", aber einigermassen nett bedeuten). Meine Lehrerin war natürlich ziemlich schockiert und fragte mich von wo ich solche Ausdrücke kenne. :D haha natürlich konnte ich ihr gut erklären, dass ich dachte, dass das ein milder Ausdruck sei und dass mir das meine französischen Kollegen beigebracht haben und nicht etwa meine Gastmutter :) Meine französischen Freunde fanden diese Geschichte natürlich sehr amüsant, als ich sie ihnen erzählt habe :D haha
  • Das witzige an Französisch finde ich auch, dass sogar ein Streit einfach nett klingt. Wenn sich meine Gastmutter und ihr Freund streiten hört es sich an, als ob sie sich Liebeserklärungen machen würden, wenn man natürlich kein Französisch versteht. Aber auch sonst kommt auch im heftigsten Streit ein "Chéri" oder "Amour" hervor und das lässt dann alles wieder so schön und nett klingen. Auch einige Schimpfwörter hören sich einfach nett an. So lief ich einmal einer Strasse entlang und hörte wie einige Jungs einer jungen Dame "Salope" (=Schlampe) nacherufen haben. Ich dachte mir aber, dass sei eine Anmache und ich dachte mir dass bis meine französischen Kollegen darüber aufklärten... :D sie erklärten mir aber auch, dass "Salope" und "Pute" nicht etwa das gleiche ist! Eine "Pute" schläft mit jedem und eine "Salop" spannt einer Freundin den Freund aus. ;) Jaaja diese französische Sprache ist schon verzwickt :D

So nun ist Schluss für heute.

Alina 

Spontanbesuch

27Juli2015

Hei

Dieses Wochenende hat mich meine Mutter und ihr Freund hier in Nizza besucht und am Freitag mussten wir leider viele von unserer Gruppe verabschieden, aber sieht selber:

Freitagabend:

Da wirklich viele von unserer Gruppe am Samstag oder Sonntag abgereist sind, war am Freitag etwas eine komische Stimmung. Am Abend gingen wir aber von Bar zu Bar und hatten einen riesen Spass. Der Alkoholspiegel war aber schon ziemlich hoch, als wir im High Club - unserem eigentlichen Ziel - ankamen. Schon nur einige Sekunden nach dem Eintreten in den Club, hatte ich einige aus den Augen verloren und schlussendlich war nur noch der Franzose, den ich letzte Woche kennengelernt hatte, an meiner Seite. Wir hatten aber trotzdem Spass. Ich war dann sehr erleichtert, als ich so um ca. 3 Uhr plötzlich meine zwei Kolleginnen in der Meute entdeckte. Natürlich rannten wir zu ihnen und sie waren dann auch erleichtert, dass wir uns wieder gefunden haben. Leider waren die beiden aber wirklich schlimm betrunken und somit fiel der Abschied etwas komisch aus und sie sind dann zusammen nach Hause getorkelt, während ich noch etwas Zeit mit dem Franzosen am Strand verbracht hatte. Er begleitete mich dann im Morgengrauen nach Hause und ich schlief sofort wie ein Baby ein. :)

Samstag:

Meine Eltern kamen um 13.00 Uhr mit dem Auto in Nizza an und ich traf sie bei ihrer Haltestelle, die wirklich gerade in der Nähe von meinem Zuhause war. Sie hatten dort ein Airbnb-Schlafplatz für 2 Nächte gefunden. Da wir alle hungrig waren, gingen wir an den Strand in ein super Restaurant essen. Nach dem Essen sind wir an den Strand. Am Abend haben wir dann in der Altstadt von Nizza wieder in einem Restaurant gegessen und sind danach an den Strand mit einer Limoncello-Flasche.

Essen aus dem Meer

Sonntag:

Am Sonntagmorgen haben wir zusammen den Château-"Berg" bestiegen und dort oben ein Frühstück zu uns genommen. Nach dem gemütlichen Abstieg mit dem Lift, sind wir mit den öffentlichen Vélo-Bleu bis zum Flughafen gefahren und auf der abenteuerlichen Rückfahrt mussten wir noch einen kurzen Stop einlegen um etwas zu trinken. Danach gingen wir noch schon-lang-ersehnte-Schuhe kaufen und wieder zurück an den Strand. In den letzten Tagen ist es hier sehr windig, deswegen hatte es am Wochenende auch sehr hohe Wellen. Am Abend kamen meine Eltern zu mir nach Hause und haben meine Gastmutter und mein Zimmer kennengelernt. Danach gingen wir mit dem Auto ein bisschen abseits von Nizza in den Bergen abendessen. Viele geschlossene Restaurants führten uns schlussendlich zu einem wunderschönen, kleinen Restaurant mitten auf einem Berg mit einer super Aussicht. Das Essen war wirklich sehr sehr köstlich und ist wirklich sehr weiterzuempfehlen. Es lohnt sich auch nicht den schnellsten Weg dorthin zu nehmen, da er wirklich viel zu Entdecken gibt.

Restaurant Piscine Vélo Bleu Aussicht vom Château

Dieses Wochenende war wirklich wunderschön!! Danke Mami :) 

So .. heute wollte ich eigentlich früh ins Bett. Dies wurde aber schon wieder nichts .. Ich werde es wohl nie schaffen :)

Alina 

 

Königliches Monaco

18Juli2015

Hallo

Gestern mussten wir leider einige von unserer kleinen Gruppe verabschieden: 

Sonja (Polin) und Harun (Schweizer) reisten leider heute morgen ab. Dafür haben wir gestern noch einmal so richtig auf den Putz gehauen! :D Zuerst waren wir ganz schick in einer kleinen Nebengasse essen und wurden während dem ganzen Abendessen von Handorgelmusik begeleitet. Halt so richtig Französisch! :) Und dann gingen wir wie immer zum Strand. Am Ende gesellten sich auch noch Franzosen zu uns und wir sprachen den ganzen Abend mit ihnen Französisch. Mit ein bisschen Rotwein im Blut sprudeln die Worte bei mir nur so und ich bekam sogar Komplimente für mein wohlklingendes Französisch *stolzes Grinsen*.

Heute waren meine österreichische Kollegin und ich in Monaco. Mit dem Zug dauert das ca. 30 Minuten und kostet 3€. Der erste Zug, den wir nehmen wollten, war sooo überfüllt und heiss, dass wir nur schon nach einer Minute unsere Sachen durchgeschwitzt haben. Zum Glück haben wir dann auf den nächsten gewartet, weil der war dann klimatisiert und nicht so voll.

In Monaco angekommen bestiegen wir gerade den Berg und lösten ein Ticket für das Aquarium Museum und eine Palastführung für 11€ (Studentenpreis). Das Aquarium war wirklich toll und es war richtig entspannend:

Ich natürlich fleissig am fotografieren Dori Kugelfischli Findet Nemo Quallen

Danach machten wir eine sehr interessante Führung durch den Palast. Hier noch Monaco:

Monaco

Morgen machen wir verschiedene Musemsbesuche in Nizza. Darauf freue ich mich 

Alina 

Reiche Leute und echte Zufriedenheit

15Juli2015

Hei

Gestern sind ein paar Freunde aus der Sprachschule und ich nach Cannes gefahren mit dem Zug. Nachdem wir ein bisschen durch die Altstadt geschlüft sind, wollten plötzlich alle nur noch an den Strand. Ich hatte aber nicht einmal mein Bikini dabei, deswegen ging ich halt alleine noch etwas die Stadt erkunden. Cannes als Stadt an sich, ist nicht wirklich sehr schön, aber die vielen reichen Leute und die kleinen Gässchen mit den speziellen Shops sind schon sehenswert. Ich bin auch auf so einen kleinen Hügel gestiegen, wo man dann einen Ausblick über ganz Cannes hatte.

Cannes

Nachdem ich ein bisschen geshoppt und den besten Smoothie in meinem Leben getrunken habe, ging ich dann wieder zurück nach Nizza. Ich ging direkt zu mir nach Hause um meinen Bikini und mein Buch zu holen und noch ein bisschen an den Strand in Nizza zu gehen. Dort angekommen war ich innert wenigen Minuten nur noch in der Welt von meinem Buch und als ich das nächste aufschaute, weil das Buch zu Ende war, war es schon am Eindunkeln. Dann bin ich schnell mit dem Fahrrad nach Hause gefahren, um noch kurz zu duschen. Glücklicherweise war ich dann nicht zu spät am Treffpunkt, an dem wir uns besammelten um zusammen das Feuerwerk vom 14. Juli zu schauen. Wir fanden einen guten Platz am Strand, obwohl wirklich die ganze Umgebung mit Leuten gefüllt war. Das Feuerwerk war ewig lang und wunderschön:

 Feuerwerk Feuerwerk Sogar ein Herz-FeuerwerkWieder ein Feuerwerk

Nach dem Feuerwerk waren wir dann noch lange am Strand geblieben und so manche hatten am nächsten Morgen zünftige Kopfschmerzen ;)

 

Alina

Die Zeit verfliegt wie im Flug

13Juli2015

Salutti Tuttifrutti :)

Sooo .. leider hatte ich in den letzten Tagen ein ziemlich enges Programm und wenn ich dann 'mal Zeit hatte, ging das WLAN nicht wie gewünscht.

Aber es ist ja wahrscheinlich ein gutes Zeichen, dass ich vor lauter Erlebnissen vergessen habe hier etwas rein zu schreiben. ;)

Nun macht euch auf eine ausführliche Erzählung von den letzten Tagen gefasst: 

Mittwoch, 8.7.15:

Am Morgen hatten wir wie normal Schule und dann am Nachmittag gingen wir Schnorckeln. Wir fuhren mit einem Boot an eine Küste hinaus und konnten dann dort Schorckeln. Natürlich sieht man im Mittelmeer so gut wie keine interessanten Sachen, sondern nur so durchsichtige Fische und (weil es so heiss ist) Quallen. Hier ein paar Bilder:

Täterfoto, von der Qualle, die mich gebrannt hat

Am Ende schwamm ich leider in eine Qualle und hatte danach ziemliche Schmerzen. Noch heute sieht man das Brandmal, aber es schmerzt nicht mehr.

Donnerstag, 9.7.15

Am Donnerstag hatten wir am Morgen und am Nachmittag Schule. Nach dem Unterricht am Nachmittag gingen wir noch ein bisschen zum Strand. Und am Abend gingen wir aus.

Freitag, 10.7.15

Wieder hatten wir Schule am Morgen und am Nachmittag. Danach verabschiedete ich mich von meiner italienischen Freundin (die dann am Samstag abgereist ist) und ging shoppen. In Nizza gibt es so wie 3 Shoppingzonen: 1. die Zone der Reichen und Schönen, mit Luxusmarkenshops, 2. die Zone mit den grossen Shoppigzentren und bekannten Marken wie H&M, Mango, usw. und dann noch die 3. Zone, in der es vor allem so kleine Läden von Einheimischen gibt. Somit hat man wirklich eine grosse Auswahl an verschiedenen Einkaufsläden und ich habe fleissig Kleider gekauft.  Am Abend war ich dann so erschöpft, dass ich einfach nur zu Hause geblieben bin.

Samstag, 11.7.15

Am Samstag bin ich schon ziemlich früh aufgewacht, weil es so heiss war. Dann ging ich zum Strand und schlief dort noch ein bisschen. Am Mittag gingen wir alle zusammen Mittagessen in einen Bagelrestaurant. Dort ass ich den göttlichsten Bagel überhaupt! Danach mieteten wir Fahrräder, um ein bisschen die Stadt zu erkunden. Aber es war uns dann fast zu heiss und deswegen gingen wir wieder zum Strand wo wir dann auch bis am Abend geblieben sind. Am Abend haben wir uns dann einfach ein paar Bier und sonstigen Alkohol gekauft und sind dann einfach am Strand gesessen. Ich finde das sehr cool, weil einfach nur junge Leute am Strand sind und zusammen musizieren, kommunizieren und einfach Spass zusammen haben. Man lernt auch immer wieder neue Leute kennen. :)

Sonntag, 12.7.15

Von der Schule aus wurde ein Ausflug nach St. Paul und Grasse angeboten und wir nahmen daran teil. Leider stellte sich diese Entscheidung als ein Fehler heraus, weil der ganze Anlass war sehr sehr schlecht organisiert. Unsere Animatorin ist so eine komische Person und ist völlig im falschen Job. Sie spricht nur Französisch und ist eine eher verschlossene, scheue Person und hat eine Gruppe Menschen überhaupt nicht im Griff. In Grasse besuchten wir dann eine Parfümerie, in der man am Ende auch noch Sachen kaufen konnte. Wir mussten eine Stunde warten, weil sie die Gruppe nicht beisammen halten konnte und alle irgendwo waren. Danach fuhren wir mit dem Car nach St. Paul. Dann erklärte die Animatorin, dass sie mit der ganzen Gruppe essen möchte und deswegen auf die Suche nach einem Restaurant geht, welches für ca. 30 Personen Platz hat. Dann mussten wir wieder eine Ewigkeit in der Sonne warten und dann hatte sie ein "Restaurant" gefunden, dass aber viel zu teuer war und nur Sandwiches verkaufte. Schon dort wurden natürlich einige Personen wütend und haben die Gruppe verlassen. Also haben dann auch wir die Gruppe verlassen und haben St. Paul auf eigene Faust entdeckt. Leider wussten wir dann nicht, wann wir wieder zurück beim Car sein mussten, weil diese Animatorin ja fast nie spricht.  Daraufhin haben wir ihr eine SMS geschrieben und gefragt wo und wann der Treffpunkt ist und sie hat uns dann Antwort gegeben. Später hat es sich herausgestellt, dass sie uns ausversehen die falsche Zeit gesagt hat und wir dann noch einmal eine Stunde an der prallen Sonne neben dem Car warten mussten. Zudem hat sie anderen Schülern andere Informationen gegeben und alles endete in einem völlgen Chaos, weil am Schluss einfach viele fehlten. Nach diesem Ausflug war ich so richtig wütend und enttäuscht, weil ich mein Geld und meine Zeit für so einen Schwachsinn investiert habe. Aber St. Paul ist eine sehr schöne, kleine Stadt im Nirgendwo. 

Parfümerie in Grasse St. Paul

Am Abend sind wir dann wieder zum Strand gegangen.

Montag, 13.7.15

Heute hatte ich am Morgen Schule und alles war ein bisschen anders als sonst, denn unsere Klassen haben sich irgendwie verändert. Ich bin nun in einer neuen Klasse mit einer anderen Lehrerin und in einem anderen Schulzimmer und unsere Klasse hat viele Neuankömmlinge aufgenommen. Die Lehrerin ist nicht so gut wie die vorherige, aber jetzt mal sehen wie's weitergeht. Nach der Schule habe ich direkt alle Neuankömmlinge gefragt, ob sie mit mir Mittagessen gehen wollen und ob sie dann mit zum Strand kommen, weil wir treffen uns meistens am Strand. Leider hatten viele kein Badezeug dabei, deswegen kamen nur zwei mit mir mit. Aber es war trotzdem ganz witzig und wir waren den ganzen Tag am Strand.

Morgen werden wir selbstständig nach Antibes und Cannes fahren. Ich bin gespannt 

Tschüsschen,

Alina 

 

Diese Franzosen ...

07Juli2015

Bonjour

Ja diese Franzosen immer wieder ...  Es ist schön zu sehen, dass sich manche Vorurteile als falsch herausstellen, aber manchmal gibt es diese Vorurteile auch aus einem berechtigten Grund! Vor Nizza hatte ich folgende Vorurteile gegenüber den Franzosen:

  • Sprechen keine andere Sprache als Französisch
  • Essen und Trinken ausführlich und lange
  • Sie sind eher hochnäsig und bieten selten Hilfe an
  • Die männlichen Franzosen sind ständig am flirten
  • Nehmen alles überdurchschnittlich gemütlich
  • In Frankreich sind alle immer gut und schick gekleidet

Es gibt solche Klischees, die haben sich schon bestätigt, wie z.B. die stets schicke und elegante Kleidung. Alle Franzosen (vor allem die Damen) sind IMMER elegant und schön gekleidet. Alles sitzt und passt zusammen. Auch bei 36 Grad quetscht man sich ins schicke Etuikleid, in die hohen Schuhe, hat Schmuck und Nagellack passend zum Outfit, hat die Haare schön frisiert und ist ordentlich geschminkt. Also meinen Respekt verdienen diese Frauen auf jeden Fall! Man sieht auch nie Jogginghosen oder irgendwelche Schlabberklamotten. Alles ist immer fein durchdacht und Laufstegtauglich. 

Weiterhin hat sich auch bestätigt, dass die Franzosen keine andere Sprache sprechen. Vor allem die etwas älteren Personen wollen oder können keine andere Sprache sprechen. Ich weiss nicht, ob alle Franzosen sich schämen in einer Fremdsprache etwas zu sagen oder ob sie wirklich keine Sprache können - auf jeden Fall profitiere ich von diesem Fakt, da ich mich auch in den dümmsten Situationen mit meinem Französisch durchkämpfen muss. Und wenigstens freuen sich die Einheimischen, wenn sie sehen wie du dich bemühst und sie korrigieren direkt deine gesagten Worte. 

Ich bin es von mir zu Hause eigentlich gewohnt, dass man nach dem Essen noch etwas sitzen bleibt und jeder von seinem Tag erzählt. Und ich finde das auch sehr wichtig, dass man sich am Abend alle zusammen trifft, kocht und miteinander isst und spricht. Aber meine Gastmutter isst soooo unglaublich langsam, dass kann man sich fast gar nicht vorstellen. Ich könnte ein 5-Gang-Menü verdrücken, während sie noch nicht einmal ihr Salat bis in die Hälfte gegessen hätte! Nein sooo schlimm ist es auch nicht gerade, aber sie unterbricht ihr essen auch immer, wenn wir zusammen sprechen. Also auch beim Zuhören isst sie nicht. So kommt es immer so, dass ich schon am Dessert bin, während sie halt noch in ihrer Hauptspeise herumbohrt. ;) Aber das stört ja eigentlich niemand. :)

Ich finde immer noch, dass Franzosen etwas hochnäsig und arrogant sind, einfach weil sie einen sooo grossen Nationalstolz haben und wegen den Fremdsprachen. Aber ich bekam schon so oft (auch ungebeten) Hilfe von Einheimischen und sie waren immer sehr nett und hilfsbereit und freuten sich, wenn sie die weiterhelfen konnten.  das ist sehr schön zu erleben. :)

Die Franzosen sind charmant und ständig am flirten. JA UND WIE! Kaum liegst du am Strand kommen alle 20 Minuten irgendwelche französische Jungs vorbei und wollen dich kennenlernen, geben dir Komplimente oder laden dich auf ein Bier ein. :) Wenn du alleine durch die Strassen läufst, wirst du mehr angesprochen als es dir lieb ist, aber die Männer verstehen auch ein "Non". In der Schweiz wollen die Männer immer mit dir diskutieren auch wenn du schon ein klares Nein ausgesprochen hast. Hier akzeptieren sie es ... und das ist auch gut so :) Und manchmal sind die Jungs sogar hübsch und nett! Wenn du aber einfach auf der Strasse einen hübschen Typ siehst, musstt du aufpassen; Da Nizza sehr gay friendly ist, gibt es sehr viele Schwule. Und gerade die hübschen Männer, sind meistens schwul. Leider ... :(

Seit ich hier bin, habe ich noch kein Franzose gesehen, der aufs Tram gerannt ist. Das französische Volk nimmt es wirklich gemütlich und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Es können 20 Leute am Schalter anstehen, aber wenn ein Franzose sein Kaffee fertigtrinken möchte, lässt er seine Kunden warten. Wenn du den Bus verpasst hast, wartest du eben auf den nächsten. Als Kunde nervt mich das ziemlich, aber für meinen alltäglichen Lebensstil will ich mir ein bisschen davon abschneiden. Savoir-vivre halt eben ..

Und nun noch zu meinem Tag:

Diese Nacht war fast noch heisser als die vorherige und ich schwitzte wirklich mein ganzes Bett nass. Dann bin ich inmitten der Nacht aufgewacht, weil ich wahrscheinlich vom Schweiss trotzdem kalt hatte, aber sobald du dich auch nur zur Hälfte eindeckst, schwitzst du schon wieder alles voll. Somit war die Nacht nicht super entspannend und am Morgen hätte ich dann schlafen können. Als ich frühstücken wollte, war niemand wach, also nahm ich mir selber mein Yogurt aus dem Schrank. Später kam heraus, dass meine Gastmutter verschlafen hatte :)

Die Morgenlektionen waren sehr interessant und abwechslungsreich. Wir wechseln oft zwischen Hörverstehen, Sprechen, Lesen und den Grammatikübungen, somit musst du immer aktiv dabei sein. Wir haben eine neue Schülerin, eine Russin, erhalten und sie hat sehr Mühe mit dem Unterrichtsstoff zurechtzukommen und somit bremst sie die Klasse ein bisschen. Aber bis jetzt ist das nicht weiter schlimm.

Zu Mittag gingen wir Burger essen. Es war göttlich gut! :) Am Nachmittag hat man in kleineren Klassen Unterricht. Heute Nachmittag hatte ich einen sehr lustigen und sympatischen Lehrer. Bei ihm werde ich sicherlich viel lernen :)

Nach der Schule wollte ich mein Bus-Abo kaufen gehen, da ich gestern nicht alle Dokumente dabeihatte. Doch leider habe ich am Morgen meine ID zu Hause vergessen, somit musste ich diese zuerst noch holen gehen. Als ich dann wieder den langen Weg zum Bahnhof auf mich genommen hatte, musste ich zuerst ca. 30 Minuten in der Warteschlange warten. Als ich dann an der Reihe war, präsentierte ich stolz meine Dokumente (ID, Studentenausweis und das Passfoto) und erklärte der Dame welches Abo ich genau will. Nachdem die Madame meine Dokumente ausführlich angeschaut hatte, sagte sie mir, dass sie eine Kopie von diesen Dokumenten braucht. Ich dann so "OK, dann machen Sie eine Kopie". Sie: "Nein, SIE müssen eine Kopie von den Dokumenten machen". Zuerst war ich völlig verwirrt, weil genau hinter ihr stand ein Drucker, also schlug ich ihr vor, dass sie doch bitte jetzt dort eine Kopie von meinen Unterlagen macht und dass ich auch für die Kopie zahlen würde, wenn das das Problem sei. Doch die Madame erklärte mir in aller Ruhe, dass sie für solche Sachen nicht berechtigt sei. Nun wurde ich wütend und ich erklärte ihr, dass ich nun schon das zweite Mal in diesem Büro bin und das ich ziemlich weit entfernt wohne. Sie verzog daraufhin keine Miene. Also fragte ich sie, wo denn in der Nähe ein Kopiershop ist, um eine Kopie zu kaufen. Auf diese Frage wusste sie keine Antwort. Also verliess ich das Büro wütend und enttäuscht, weil es nun schon wieder nicht geklappt hat. Und auf dem Weg zum Strand lief ich natürlich auch an keinem Kopiershop vorbei.

Strand

Am Strand kann man aber nicht lange wütend sein, denn man geniesst diese Atmosphäre viel zu sehr! Nach dem Strand ging ich nach Hause und wurde von einem einladenden Duft begrüsst, als ich zur Eingangstür hineinkam. Zum Abendessen gab es Ratatouille mit Schnitzelfleisch und Baguette. Was mir auffällt ist, dass die Franzosen (oder vielleicht auch nur meine Gastmutter) Beilagen wie Reis, Teigwaren, Kartoffeln, usw. gar nicht so kennen wie wir. Bei uns gibt es meistens eine Hauptspeise (wie jetzt beispielsweie Fleisch), dazu gibt es eine Beilage (z.B. Reis) und dann auch noch Gemüse und vielleicht noch Salat und/oder Brot.

Glücklicherweise hat meine Gastmutter einen Drucker, so konnte sie mir meine Unterlagen für das Bus-Abo kopieren. Somit kann ich morgen vielleicht endlich mein hart erkämpftes Abo kaufen. Weil die Einzeltickets sind sehr teuer und für mich würde dieses Abo sehr rentieren. Hier die verschiedenen Ticketpreise:

  • Einzelticket (nur für eine Fahrtrichtung gültig): 1.50€
  • Tagespass (auf allen Linien gültig): 5€
  • 10x Einzelticket-Pass (wie eine Stempelkarte für 10 Einzelfahrten oder für mehrere Personen): 10€
  • 7 Tagespass (7 Tage am Stück alle Linien gültig): 15€
  • -18 Studentpass für 31 Tage (auf allen Linien gültig): 15€
  • 18+ Studentpass für 31 Tage (auf allen Linien gültig): 20€
  • 26+ Studentpass für 31 Tage (auf allen Linien gültig): 25€

Ein Ticket ist immer für den Bus UND das Tram gültg, also mit einem Tagespass kannst du einen ganzen Tag mit dem Tram und dem Bus herumfahren. Nur die Busse, die an den Flughafen fahren, kosten mehr und die sind nicht gültig, wenn du jetzt beispielsweise ein Tagespass hast.

Ich hoffe jetzt das Beste für morgen, damit es endlich klappt! :)

P.S.: Noch etwas Spezielles, was ich hier in Nizza kennengelernt habe: Wenn in der Schweiz in einem Supermarkt die Kassiererin das Geld aus der Kasse nimmt, weil sie beispielsweise die Kasse wechselt oder Pause macht, transportiert sie dieses Geld in einer Art Tasche. Hier in Nizza öffnen die Kassiererinnen die Kasse in Aufsicht vom Sicherheitspersonal und dann transportieren sie dieses Geld in einer Flascheähnlichen Form und öffnen eine Lucke in einer Röhre, die aussieht wie eine Belüftungsröhre. Und dann wird diese Flasche in dieses Rohr eingesaugt und wahrscheinlich an einem sicheren Ort hintransportiert. :O Soo speziell! :) 

Ach ja was auch speziell ist; wenn du ein Restaurant betrittst, gibt dir der Oberkellner die Hand zur Begrüssung. Zuerst erschrack ich unglaublich, weil ich föllig nicht damit gerechnet habe. Aber ich finde es noch eine nette Geste. :)

Soooo nun genug für heute! Ich bin müde und erschöpft. Diese Nacht wird hoffentlich angenehmer! :)

 

Liäbs Grüässli,

Alina 

Sonne, Strand und Hitzeschlag

06Juli2015

Hallöchen :)

Gerade einen Hitzeschlag erlitt ich heute nicht, aber es war wirklich ungemütlich heiss. Auch die Einheimischen sagen, dass sie solch Hitzewellen gar nicht kennen. Die Gebäude und Transportmittel sind zum Glück immer sehr gut gekühlt, obwohl es gerade in den Trams oftmals sehr eng ist.

Aber zu meinem Tag:

Mein Zimmer ist unertragbar heiss. Es weht nicht einmal ein Lüftchen durchs Fenster hinein und draussen kühlt es auch in der Nacht nicht runter. Wie man sich vorstellen kann, lässt es sich nicht sehr gut schlafen, wenn es so unangenehm heiss ist. Mein Körper ist 24h am schwitzen und ich bin mir solch konstant hohe Temparatur einfach nicht gewohnt. Die Nacht war dementsprechend unruhig, aber mein Bett ist eigentlich sehr komfortabel. Als mein Wecker klingelte hätte ich locker noch 3 Stunden mehr schlafen können. Wiederum war ich auch gespannt wie mein erster Tag hier in Nizza so wird. :)

Das Frühstück bestand aus Yogurt und einem heissen Münzentee. Der Tee löste in mir Hitzewallungen aus .. es war aber trotzdem ganz lecker. Da ich noch einmal zum Haus zurücklaufen musste, weil ich mein Geld vergessen hatte, war ich ein bisschen zu spät unterwegs. Aber der Gedanke, dass ich ja am Sonntag schon zur Schule gelaufen bin, beruhigte mich. Doch als ich in die Strasse einbog, in der sich die Schule befindet, fand ich die Schule plötzlich nirgends mehr. Ich war verzweifelt, da ich ja nicht an meinem ersten Tag zu spät zur Schule erscheinen wollte. Ich schwitzte und lief die ganze Strasse hin und her, bis ich per Zufall daran vorbeilief. Verschwitzt und ausser Atem kam ich im Schulgebäude an, wo ich dann in einen Warteraum gesteckt wurde. Meine ganze Unruhe, wegen der Zeit war föllig unberechtigt. Während dem Warten wollte ich mich ein bisschen unterhalten und so fand ich heraus, dass der Junge neben mir auch aus der Schweiz kommt. Schon nur nach einem Tag war es befreiend wieder einmal Schweizerdeutsch zu sprechen.  :) Als uns dann eine Österreicherin sprechen hörte, gesellte sie sich sofort zu unserer Truppe.

Als ich dann an der Reihe war, wurde ein kurzes Smalltalk-Gespräch geführt um zu sehen wie unsere Niveaus sind. Danach musste jeder in seinem Niveau einen schriftlichen Test absolvieren. Danach wurden in einem mündlichen Test auch noch einmal die sprachlichen Kompetenzen getestet. Schon ziemlich bald darauf erhielt man die Ergebnisse und wurde in verschiedene Niveauklassen eingeteilt. Ich war leider die einzige, die in eine schon bestehende Klasse eingeteilt wurde. Der Anfang war etwas komisch, weil ich mich vor allen vorstellen musste. Aber der erste Schultag war auf jeden Fall sehr lustig, da in meiner Klasse viele aus Kolumbien, Spanien oder Italien kommen und die sprechen ein wirklich witziges Französisch.

Nach der Schule gingen wir an den Strand um Mittag zu essen. Danach startete die Stadtführung durch die Altstadt von Nizza. Die alten Gebäude sind wirklich wunderschön und überall in den Gassen gibt es kleine Geschäfte. Nach der Führung gingen wir direkt an den Strand. Das Meer ist wirklich sehr sauber und blau! 

Place Masséna Place du Palais de Justice Ein typischer Vorplatz mit Restaurants und kleinen Läden Kirche

Nach dem Baden und Sonnenbräunen, wollte ich mir ein Tramabonnement für 31 Tage kaufen. Der Mann am Schalter sagte mir aber, dass ich dazu ein Passfoto und meine ID brauche und das hatte ich natürlich gerade nicht zur Hand. Nun ja ... dann mache ich das Abo erst morgen.

Wieder zu Hause bei meiner Madame erzählte ich ihr ein bisschen von meinem Tag. Als ich ihr erstaunt erzählte, dass ich in die beste Klasse eingeteilt wurde, sagte sie, dass sie mein Französisch sehr gut findet und sie findet es vor allem gut, dass ich einfach darauf los spreche. :) Meine Hemmung Französisch zu sprechen ist zwar immer noch sehr hoch, aber ich merke, wie die Hemmschwelle gerade auch durch solche Komplimente langsam sinkt. :)

Zum Abendessen gab es Hamburgerfleisch (ja nur das Fleisch) mit Bratkartoffeln und natürlich Nüsslersalat. Meine Madame isst immer sehr sehr langsam. Ich weiss aber auch nicht, ob ich manchmal so schnell esse, weil es erst um 20.30 Uhr Abendessen gibt oder ob die Franzosen wirklich langsam essen. :) Zum Essen läuft natürlich auch der Fernseher, was aber auch ein bisschen positiv ist, da der Fernseher entweder ein Gesprächsthema liefert oder seine Lautstärke die Gesprächspausen auffüllt, damit es nie komisch still ist. 

So nun heute bin ich auch wieder todmüde und freue mich auf mein Bett. Obwohl ich bei dieser Hitze sicherlich noch lange nicht schlafen kann! Ich vermisse meinen Ventilator zu Hause! Als ich heute einen kaufen gehen wollte, waren leider alle ausverkauft :(

Morgen gehen wir vielleicht nach der Schule schnorcheln :) Darauf freue ich mich.

Bis bald,

Alina 

Angekommen ..

05Juli2015

Salutti Tuttifrutti

So .. ich habe meinen ersten Tag in Nizza nun schon fast hinter mir. Aber alles schön der Reihe nach:

Da meine besten Freundinnen mich heute morgen zum Flughafen begleitet haben, haben wir auch noch am Samstagabend etwas zusammen unternomen. Wir fuhren mit dem Auto an den See und danach machten wir noch eine Spritztour. Es war ein wunderschöner Abschluss!

Heute morgen sind wir dann früh auf den Zug für zum Basel Flughafen. Die Zugfahrt war wie immer sehr unterhaltsam. Beim Flughafen angekommen, fing ich es langsam an zu realisieren. 5 Wochen Nizza! Dein erster Flug alleine! Was erwartet dich dort?! Aber bevor ich mir unkontrolliert Panik machen konnte, musste ich mich von meinen Freundinnen verabschieden. Es flossen Tränen und ich wollte in diesem Moment einfach in der Schweiz bleiben und nicht wegfliegen. Aber ich wusste, dass ich es von nun an alleine durchstehen musste.

Ich war in einem Flugzeug indem auch eine Feriencamp-Gruppe voller kleiner Kinder war. Natürlich sass ich gerade neben den nervigsten zwei. :)

Als ich dann gelandet war und mein Gepäck schon in der Hand hielt, suchte ich mir einen Taxifahrer. Mein Taxifahrer war sehr aufgestellt und redete die ganze Zeit auf mich ein. Ich verstand nur sehr wenig und ich musste mich erstmals wieder ein bisschen an die Sprache gewöhnen.

Dann stand ich vor einer verschlossenen Tür zu einem Betonwohnblock. Als ich entdeckte, wie die Klingelanlage funktionierte kam mir dann auch schon bald meine Gastmutter entgegen. Sie ist eine kleine, dickliche ca. 50 jährige Frau und sieht richtig aus wie eine Mutter. Sie hat zwei erwachsene Töchter, die schon ausgezogen sind. Als ich zur Wohnung kam, bellte mir der kleine Chiwawa-Hund schon entgegen. Weiterhin begrüsste mich ein Mann in der Wohnung, der sich mit "Peter" vorstellte. Ich denke, das ist vielleicht der Freund meiner Gastmutter..

Nach der Wohnungsführung, die wirklich nicht lange dauerte, da die Wohnung winzig klein ist, fing ich an meine Koffer auszupacken. Während dem Auspacken erschütterte sich plötzlich das ganze Haus. Ich dachte zuerst es sei ein Erdbeben, bis ich dann bemerkte, dass direkt vor meinem Zimmer ein Zug vorbeigefahren ist.. 

Einmal abgesehen von meiner Aussicht auf ein Bahngleis, ist mein Zimmer sehr liebevoll eingerichtet: alles in Rosa, Weiss und Grau. Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl! :)

Nach dem Auspacken machte ich mich bereit für meinen ersten Ausflug in die Stadt. Ich liess mir noch von meiner Gastmutter auf einer Karte erklären, wo in etwa ich hinlaufen soll, damit ich ins Stadtzentrum komme. Sie zeigte mir mit Händen und Füssen, wann ich in welche Strasse abbiegen sollte, usw. Dann lief ich einfach einmal los und siehe da: nach unzähligen Abbiegungen und Überquerungen stand ich auf einmal vor der beschriebenen Tramhaltestelle. Beim Ticketschalter löste ich mir ein Tagesticket für 5£, damit, wenn ich einmal falsch fahre, ich nicht noch einmal ein Ticket lösen muss. Leider bin ich dann in das falsche Tram, welches in die andere Richtung fährt eingestiegen und merkte schon bald, dass ich wahrscheinlich falsch bin, denn die Umgebung hat sich auf einmal sehr verändert. Überall waren fast nur noch schwarze Menschen zu sehen, die Häuser waren heruntergekommen und alles war unsauber. Ich war im Ghetto gelandet. :) Also stieg ich aus und wartete auf das richtige Tram in die richtige Richtung :)

Das Bahnsystem funktioniert so; dass man sich ein Ticket oder ein Abo kauft und danach bei jedem Betreten eines Trams, muss man sein Ticket entwerten d.h. man muss sein Ticket in einen Automaten stecken, welcher dann das Ticket einliest und schaut, ob es noch gültig ist. 

Die Stadt ist wunderschön! Die Gebäude sind atemberaubend und die vielen Läden und Restaurants laden zum Essen und Shoppen ein. Ich ging durch die Stadt bis zum Strand und tauchte dort meine Füsse ins strahlendblaue Wasser. Nach dieser kleinen Erfrischung entschied ich mich dazu, meine Schule zu suchen, damit ich sie morgen an meinem ersten Schultag gut finde. Ziemlich schnell stand ich dann vor meiner zukünftigen Schule, denn die Schule ist ca. 10 Minuten vom Stadtzentrum entfernt.

Auf dem Nachhauseweg kaufte ich mir noch Wasserflaschen für in meinem Zimmer. Zu meinem Erstaunen fand ich ohne Probleme sofort wieder nach Hause. 

Meine Gastmutter war von meinem Orientierungssinn begeistert :) Bei einem Glas Minzenteesirup, der nach Mundwasser riecht und giftgrün schimmert, erklärte ich ihr wo ich überall war und was ich alles erlebt habe. Langsam merke ich schon, wie meine Hemmschwelle schon etwas sinkt.

Danach haben wir zusammen Fernseh geschaut. Der Hund scheint mich langsam zu mögen, auf jeden Fall kommt er nun immer zu mir und will sich Streicheleinheiten einholen. Es gab Sendungen, die ich gut verstanden habe und bei einigen kam ich gar nicht mit. Der Dialekt und die Schnelligkeit macht mir einfach zu schaffen. Aber das wird schon noch ;) Wir gingen während das Essen im Ofen schmorrte mit dem Hund spazieren, wobei ich mein erstes Foto, welches schon verfügbar ist, geschossen habe.

Zum Essen gab es etwas ganz ganz Leckeres, was aber zuerst wie feuchtes Hundefutter aussah. Meine Gastmutter konnte mir nicht genau sagen, was es ist, aber es war auf jeden Fall sehr lecker! :) Nach dem Essen gönnte ich mir meine lang ersehnte Dusche. Ich hatte noch nie in meinem Leben so geschwitzt wie heute!! Die Dusche ist leider so klein, dass ich mich fast hinknien muss und aus der Duschbrowse kommen nur einzelne Tröpfchen. Aber immerhin ist das Wasser schön kalt und erfrischend!

Nun bin ich im Zimmer und werte meine GoPro Aufnahmen von heute aus. Im nächsten Beitrag werden sicherlich noch einige dabei sein.

Ich versuche jetzt aber einmal zu schlafen, damit ich dann morgen an meinem ersten Schultag fit bin. In meinem Zimmer ist es aber momentan noch sooo unerträglich warm, dass ich mich noch gerade nicht mit diesem Gedanken anfreunden kann.

Aber ich werde es versuchen :) Liebe Grüsse aus dem heissen Nizza,

Alina 

 

Melancholie

03Juli2015

Sellerie :)

Heute ist mein letzter Arbeitstag und ich kann es gerade überhaupt noch gar nicht glauben! Ich habe meinen Schreibtisch geräumt, alles gepackt und werde dieses Büro vielleicht nie wieder betreten und diese wundervollen Leute hier nie wieder sehen..

In ein paar Stunden werde ich schon im Flieger nach Nizza sitzen und meine Familie und Freunde das erste Mal für so lange Zeit verlassen. Alles hinter mir lassen. Es scheint alles noch überhaupt nicht real. Wie ein Traum.

Die letzten Wochen verflogen wie im Flug! Gerade hatte ich noch Prüfungen, dann die Abschlussfeier und nun räume ich schon meinen Arbeitsplatz um am Sonntag dann auf Nizza zu fliegen. Unglaublich! Ich bin für diese neu erworbene Freiheit irgendwie noch gar nicht bereit, obwohl ich schon jahrelang auf diesen Moment gewartet habe!

Aber wiederum wartet in Nizza ein unvergessliches Abenteuer auf mich. Mit neuen Leuten, Orten, Erlebnissen und Erfahrungen, an die ich mich hoffentlich noch lange nach dem Aufenthalt erinnern werde!

Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Neuanfang so traurig und happy auf einmal machen kann. :)

Aber ich lasse einfach alles auf mich zukommen!

Alina

 

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